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Ist Milch gut oder schlecht für ein Sixpack?

milk-518067_640Ist Milch nun gesund oder ungesund? Macht sie dick oder hilft sie beim Aufbau von Muskeln? In diesem Artikel erfährst du die Wahrheit über das tägliche Glas Kuhmilch.

Weil sie massig Calcium, Vitamine und Eiweiß enthält, galt Milch lange Zeit als gesunde Allzweckwaffe gegen Osteoporose, Zahnausfall, muskuläre Beschwerden und anderen Erkrankungen.

In den letzten Jahren wird jedoch vermehrt angezweifelt, dass Kuhmilch tatsächlich so gesund ist, wie immer angenommen wurde. Immer mehr Experten meinen, Milch sei überhaupt nicht gesund, sondern mache vielmehr dick und müde, sorge für Magen- und Darmprobleme, Kopfschmerzen und Ekzeme und wäre für den menschlichen Verzehr eigentlich gar nicht geeignet.

Was ist da dran?

Aus was besteht Milch?

Einen ersten Hinweis auf die Auswirkungen von Milch können ihre Inhaltsstoffe geben. Neben Wasser besteht Kuhmilch vor allem aus den folgenden drei Komponenten:

  • Zucker: Ein Liter Milch enthält im Schnitt rund 40 Gramm Milchzucker, die sogenannte Laktose. Pro 100 Gram entspräche das etwa einen Würfel Zucker.
  • Fett: Pasteurisierte Kuhmilch aus dem Handel enthält folgende Mengen Milchfett:
    • mehr als 35 Gramm/Liter (Vollmilch)
    • 15 Gramm/Liter (Halbvolle Milch)
    • bis zu 3 Gramm/Liter (Magermilch)
  • Eiweiß: Das Eiweiß in Kuhmilch besteht zum größten Teil aus Kasein (80 Prozent) und zu 20 Prozent aus Molke. Während Kasein nur langsam vom Körper verdaut wird, kann Molkeprotein schnell verarbeitet werden. Beide Proteintypen finden sich häufig auch in Nahrungsergänzungsmitteln wieder.

Besonders ungesund lesen sich diese drei Ingredienzien nicht, ein Diät-Produkt ist Milch mit dem recht hohen Fett- und Zuckergehalt allerdings auch nicht.

Macht Milch dick?

Aufgrund ihren relativ hohen Kaloriengehalts von bis zu 650 Kalorien/Liter haftet Milch das Image eines Dickmachers an. Schuld sind der enthaltene Milchzucker und vor allem das Fett.

In der Tat ist Milch als reiner Durstlöscher daher ungeeignet und sollte deshalb weniger als klassisches Getränk, sondern vielmehr als nahrhaftes Lebensmittel angesehen werden, mit dem du deinen Calcium- und Eiweißhaushalt aufstocken kannst. Deinen Durst solltest du ansonsten weiterhin mit Mineralwasser oder ungezuckertem Tee löschen.

Aber: In Maßen genossen, kann Milch sogar beim Abnehmen helfen. Das enthaltene Calcium und Vitamin D aktivieren nämlich die Fettverbrennung. Dass das wirklich funktioniert, hat eine Studie belegt. Gegen das tägliche Glas Milch spricht aus Figur-Sicht also schon mal absolut nichts.

Macht Milch wirklich krank?

Viele neuere Studien weisen darauf hin, dass Milch der Gesundheit nicht nur nicht zuträglich ist, sondern sie sogar gefährden kann. Einige der wichtigsten Punkte wollen wir uns einmal genauer anschauen.

1. Knochenschwund (Osteoporose)

Lange galt Milch als vorbeugendes Mittel gegen den Knochenschwund Osteoporose, da das enthaltene Calcium die Knochen stärkt und das viele Vitamin D die Calcium-Aufnahme begünstigt. Eine Studie aus Schweden hat allerdings herausgefunden, dass der Verzehr von mehr als drei großen Gläsern Milch pro Tag das Knochenschwund-Aufkommen bei älteren Frauen deutlich erhöht hat. Wie passt das zusammen?

Forscher halten die in der Milch enthaltene Laktose für den Grund. Genügend andere Studien haben allerdings den positiven Einfluss von Milch auf den Knochenbau belegt. Empfohlen für gesunde Knochen werden täglich etwa 1.000 Milligramm Calcium – was etwa einem Viertelliter Milch entspricht.

Fazit: Wie bei vielen anderen Speisen auch, macht bei Kuhmilch offenbar die Menge das Gift. Werten man verschiedene Studien aus, kommt man zu dem Schluss, dass ein Glas Milch pro Tag dem Erhalt der Knochen durchaus zuträglich ist. Drei Gläser und mehr wären allerdings zu viel des Guten

2. Krebs

milk-1377564_640Dass Milch Krebs auslöst wird immer wieder behauptet, aber selten belegt. Eine umfassende Aussage dazu kann nicht getroffen werden, da es zu verschiedenen Krebsarten auch unterschiedliche Ergebnisse gibt und sich Studien zum Teil widersprechen oder uneindeutig sind.

Dass ein Glas Milch – ein Naturprodukt – Krebs auslöst, halte ich persönlich allerdings für Humbug.

3. Akne

Verursacht der Verzehr von Milch wirklich Akne? Zumindest bei Jugendlichen in der Pubertät kann das tatsächlich stimmen. Mehrere Studien belegen, dass bei Jugendlichen, die während der Pubertät verstärkt Milch trinken, ein höheres Akne-Aufkommen zu beobachten ist. Jugendlich sollten Milch also nur in homöopathischen Dosen genießen oder vorübergehend ganz darauf verzichten.

4. Allergien und Laktose-Intoleranz

Milch steht im Verdacht, Allergien auszulösen. In Wirklichkeit sind jedoch nur etwa ein bis zwei Prozent der Menschen tatsächlich gegen Milcheiweiß allergisch. Schuld an der Allergie ist zudem häufig die Behandlung der industriell verarbeiteten Milch, z. B. durch Homogenisierung. Wer seine Milch direkt beim Bauern kauft, leidet seltener an Allergien, zeigen Studien.

Häufig mit einer Milchallergie verwechselt wird die Laktose-Intoleranz, von der in Deutschland etwa 15 Prozent der Menschen betroffen sind und die sich vor allem durch Magen-Darm-Beschwerden äußert. Laktose-Intoleranz ist jedoch keine Allergie, sondern das vererbte Unvermögen, den in Milch enthaltenen Zucker Laktose aufzuspalten. Grund ist ein fehlendes Enzym im Körper.

Laktose-Intoleranz ist also genetisch bedingt und tritt deshalb verstärkt bei Menschen aus Kulturkreisen auf, in deren Geschichte es keine Milchwirtschaft, also das Züchten von Kühen gab, z. B. in Afrika oder Asien. In Westeuropa hat sich der menschliche Körper weitestgehend an den Verzehr von Milch gewöhnt, die meisten Menschen können Laktose ohne Probleme verdauen. Wer dies nicht kann, sollte auf Alternativen zurückgreifen.

Alternativen zu Milch

cow-234835_640Wer an Laktose-Intoleranz oder der Darmerkrankung Morbus Crohn leidet, ist mitunter gezwungen, gänzlich auf Kuhmilch zu verzichten.

Sinnvolle, wenn auch nicht ganz billige pflanzliche Alternativen sind Sojamilch, Mandelmilch oder Kokosmilch. Auch die leichter verdauliche Ziegenmilch kann eine Option sein – ist allerdings Geschmacksache.

Ist Milch nun gut für das Sixpack?

Ja! Milch ist der ideale Nährstoff-Snack nach einem harten Training. Sie hilft, Muskeln auf- und Fett abzubauen, wie eine Studie aus Kanada belegt.

Im Rahmen der Studie haben Sportler nach dem Work-out über 12 Wochen entweder einen halben Liter Kuhmilch, Sojamilch oder einen Protein-Kohlenhydrat-Mix zu sich genommen. Das Ergebnis: Die Milchtrinker haben deutlich mehr Muskeln aufgebaut, als die Soja und Shake-Gruppen und dabei sogar noch ein Kilo Fett verloren.

Also: Ein Glas Milch am Tag hat noch niemandem geschadet. Profitiere von den enthaltenen Calcium, Proteinen und Vitaminen, für stärkere Knochen, größere Muskeln und ein besseres Wohlbefinden.

Viel Spaß beim Training wünscht,

dein Olli

Bildquellen: pixabay.org / gemeinfrei

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